Kevin Brooks - Lucas
Er erzählte mir, dass Trauer immer anhält und es, wenn sie nicht für immer anhielte, keine echte Trauer wäre. Er sagte:
„Ich weiß, es klingt nicht sehr glaubwürdig, aber von dem Moment an, wenn du aufhörst gegen sie anzukämpfen und sie als Teil von dir akzeptierst, ist sie nicht mehr so schlimm. Sie schmerzt weiter, sie zerreißt dich weiter, aber auf andere Art und Weise. Du kannst mir ihr umgehen. Sie ist deine Trauer. Sie gehört zu dir. Aber der Schmerz der Trauer...“ Er zögerte. „Der Schmerz, den du jetzt fühlst, hält nicht immer an, Cait. Es geht nicht. Es tut zu weh. Du kannst mit soviel Schmerz nicht leben – nicht für immer. Dein Körper hält das nicht aus. Er weiß, wenn du den Schmerz nicht überwindest, wird er dich umbringen. Und das will er nicht. Deswegen lässt er ihn dich überwinden.“
„Aber ich will nicht -“
„Ich weiß.. ich weiß. Doch pass auf, ihn überwinden bedeutet ja nicht, dass du deinen Gefühle verleugnest, sondern es heißt, den Schmerz auf ein erträgliches Maß zurückzuführen, ein Maß, das dich nicht zerstört. Ich weiß, dass die Idee, ihn zu überwinden, im Moment unvorstellbar ist. Unmöglich. Unfassbar. Undenkbar. Du willst ihn doch gar nicht überwinden. Warum solltest du? Er ist alles, was du hast. Du willst keine freundlichen Worte, nicht wissen, wie sie sich gefühlt haben, als sie jemanden verloren hatten. Sie sind schließlich nicht du, oder? Sie können nicht fühlen, wie du fühlst. Das Einzige, was du willst, ist das, was du nicht haben kannst. Es ist fort. Und kommt nie zurück. Niemand weiß, was das für ein Gefühl ist. Niemand weiß, wie das ist, den Arm auszustrecken, um jemanden zu berühren, der gar nicht da ist und es nie mehr sein wird. Niemand kennt diese unausgefüllte leere. Niemand außer dir.“
„Ich weiß, es klingt nicht sehr glaubwürdig, aber von dem Moment an, wenn du aufhörst gegen sie anzukämpfen und sie als Teil von dir akzeptierst, ist sie nicht mehr so schlimm. Sie schmerzt weiter, sie zerreißt dich weiter, aber auf andere Art und Weise. Du kannst mir ihr umgehen. Sie ist deine Trauer. Sie gehört zu dir. Aber der Schmerz der Trauer...“ Er zögerte. „Der Schmerz, den du jetzt fühlst, hält nicht immer an, Cait. Es geht nicht. Es tut zu weh. Du kannst mit soviel Schmerz nicht leben – nicht für immer. Dein Körper hält das nicht aus. Er weiß, wenn du den Schmerz nicht überwindest, wird er dich umbringen. Und das will er nicht. Deswegen lässt er ihn dich überwinden.“
„Aber ich will nicht -“
„Ich weiß.. ich weiß. Doch pass auf, ihn überwinden bedeutet ja nicht, dass du deinen Gefühle verleugnest, sondern es heißt, den Schmerz auf ein erträgliches Maß zurückzuführen, ein Maß, das dich nicht zerstört. Ich weiß, dass die Idee, ihn zu überwinden, im Moment unvorstellbar ist. Unmöglich. Unfassbar. Undenkbar. Du willst ihn doch gar nicht überwinden. Warum solltest du? Er ist alles, was du hast. Du willst keine freundlichen Worte, nicht wissen, wie sie sich gefühlt haben, als sie jemanden verloren hatten. Sie sind schließlich nicht du, oder? Sie können nicht fühlen, wie du fühlst. Das Einzige, was du willst, ist das, was du nicht haben kannst. Es ist fort. Und kommt nie zurück. Niemand weiß, was das für ein Gefühl ist. Niemand weiß, wie das ist, den Arm auszustrecken, um jemanden zu berühren, der gar nicht da ist und es nie mehr sein wird. Niemand kennt diese unausgefüllte leere. Niemand außer dir.“
wolkenraterin - 4. Jun, 22:15